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Den Frühling unbeschwert genießen

Aktuelles | 13.04.2021

Viele lieben ihn, Menschen mit allergischem Asthma hingegen fürchten ihn – den Frühling. Die Zeit verspricht wieder längere Tage und besseres Wetter, sie ist jedoch auch die Hochphase des Pollenflugs. Leider gehören die eigentlich harmlosen Pollen von Bäumen, Sträuchern und Gräsern zu den wichtigsten Auslösern von allergischem Asthma. Sie können Atemwege und Schleimhäute von Asthmatikern*innen massiv reizen und Entzündungen auslösen. Luftnot, laufende Nase, juckende Augen, Husten – das alles kann einem die Frühlingszeit ziemlich vermiesen. Um die Beschwerden einzudämmen, gibt es nützliche Tipps.

Entwickeln Kinder Asthma, ist es meistens ein allergisches Asthma. Die Erkrankung wird dann durch Allergene ausgelöst, auf die das Immunsystem fälschlicherweise mit einer überschießenden Abwehrreaktion reagiert. Dies führt zu Entzündungsreaktionen in der Lunge und den typischen Asthma-Symptomen. Beim sogenannten saisonalen Asthma sind Pollen von bestimmten Pflanzen die Krankheitsauslöser, beim sogenannten perennialen Asthma handelt es sich um ganzjährig vorkommende Allergene wie Hausstaubmilben oder Tierhaare. Das allergische Asthma kann sich im Laufe der Jahre bessern, es kann aber auch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.

Zudem leiden viele Asthma-Patienten*innen zusätzlich an allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Neurodermitis oder Nahrungsmittelallergien. Umgekehrt können auch Menschen mit Heuschnupfen, von Ärzten*innen allergische Rhinitis genannt, ebenfalls ein allergisches Asthma entwickeln. Wird der Heuschnupfen nicht rechtzeitig und ausreichend behandelt, kommt es bei etwa einem Drittel der Patienten*innen zu einem sogenannten „Etagenwechsel“. Dabei gehen die Entzündungen und die einhergehenden Symptome von den oberen auf die unteren Atemwege über, also von der Nase und den Nebenhöhlen auf die Lunge.

Allergene meiden und Vorsorge treffen

Wenn Sie allergisches Asthma oder Asthma und eine allergische Begleiterkrankung haben, ist es wichtig, das krankheitsauslösende Allergen zu kennen. Denn so können Sie versuchen, den Kontakt mit dem entsprechenden Allergen zu meiden. Dies gilt auch bei Pollenallergien. So gibt es eine Reihe von Vorsorgemaßnahmen, die dazu beitragen können, mit einer Pollenallergie besser durch die Saison zu kommen.

Sich gut informieren

Wer gut informiert ist, welche Pollen in welcher Konzentration unterwegs sind, kann sich besser wappnen. Nutzen Sie hierfür direkt unseren Pollenflugkalender.

 

Bild Pollenflugkalender_Streifen_Site.png

 

Urlaub während der Pollensaison

Wenn möglich, legen Sie Ihren Urlaub in die Zeit des Pollenfluges, der bei Ihrer Allergie die Symptome auslöst. Wählen Sie dabei Urlaubsziele, die Ihre Gesundheit fördern. Ein mehrwöchiger Aufenthalt an der Nord- oder Ostsee oder im Hochgebirge beispielsweise soll dem Wohlbefinden sehr zuträglich sein: Die Luft ist allergenarm und meist angenehm kühl.

Pollenfreies Zuhause

Können Sie dem Pollenflug nicht durch einen Urlaub entfliehen, halten Sie alles möglichst pollenfrei, mit dem Sie in Ihrer häuslichen Umgebung in Berührung kommen. Hängen Sie Wäsche nicht zum Trockenen ins Freie, saugen und wischen Sie die Fußböden öfter als sonst.

Pollenfreie Nächte

Um Pollen vom Bett fernzuhalten, kleiden Sie sich nicht im Schlafzimmer aus. Duschen vor dem Zubettgehen und idealerweise auch das Haarewaschen sorgen dafür, Pollen loszuwerden.

Richtig lüften

Lüften Sie stoßweise und in der Stadt nur morgens bzw. in ländlichen Gebieten nur abends, weil dann weniger Poller fliegen. Auch spezielle Pollenschutzgitter können hilfreich sein. Sie lassen sich meistens individuell zurechtschneiden, werden in den Fensterrahmen eingeklebt und sind licht- sowie luftdurchlässig. Die Pollenschutzgitter können zwar einen Großteil der Pollen aussperren, bieten aber keinen hundertprozentigen Schutz. Etwas teurer sind spezielle Luftreiniger mit Viren- und Pollenfilter, die ebenfalls die meisten Pollen aus der Luft filtern.

Nach dem Regen spazieren gehen

Da ein Regenguss die Luft von Schwebstoffen wie Pollen reinigt, ist die Zeit nach dem Regen besonders günstig, um ein wenig rauszugehen.

Beim Autofahren Fenster schließen

Fahren Sie während der Pollensaison mit geschlossenem Fenster Auto. Unter Umständen können Sie auch einen Pollenfilter einbauen lassen, der Ihnen bis zu einem gewissen Grad Schutz vor Pollen bietet.

Gesundheitstipps

Die folgenden allgemeinen Gesundheitstipps können Sie zusätzlich dabei unterstützen, bei einer Pollenallergie die Symptome zu lindern und das Risiko für akute Asthmaanfälle zu senken:

  • Verzichten Sie in der Allergiezeit auf Kontaktlinsen, denn auf ihnen setzten sich zum einen Pollen gerne ab und sie reizen die Augen zusätzlich, zum anderen behindern die Kontaktlinsen die Wirkung antiallergischer Augentropfen. Einen gewissen Schutz bietet eine große Sonnenbrille.
  • Nutzen Sie eine Nasendusche mit Meersalz (z. B. in der Apotheke erhältlich), um Pollen auszuschwemmen, die Allergen-Einwirkzeit zu verringern und die Nase frei zu machen.
  • Ernähren Sie sich gesund, bewegen Sie sich regelmäßig und machen Sie die in der Asthma-Schulung erlernten Atemübungen.
  • Setzen Sie konsequent Ihr inhalatives Asthma-Medikament ein. Das ist die beste Unterstützung für Ihre Atemwege und erleichtert Ihr Leben in der Pollenflugzeit. Für die Vergesslichen unter uns: Eine Erinnerung im Mobiltelefon, ein Erinnerungsnotiz am Badezimmerschrank oder das Führen eines Asthma-Tagebuchs (kostenlos bestellbar in unserem Onlineshop) kann hierbei sehr hilfreich sein.
  • Erkennen Sie die Zeichen eines möglichen Asthmaanfalls – und wissen Sie ganz genau, was in diesem Fall zu tun ist. Tragen Sie Ihren Notfall-Inhalator sowie ggf. Ihren Notfallpass immer bei sich, für den Fall, dass bei Ihnen Luftnot, Giemen oder Husten auftritt oder Sie auf Hilfe von Dritten angewiesen sind.
  • Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob eine Hyposensibilisierung empfohlen wird, um Ihre Empfindlichkeit gegenüber den Pollen medikamentös zu reduzieren. Das kann für die Ursachenbekämpfung durchaus von Fall zu Fall sinnvoll sein.

 

Wir hoffen, dass Sie mit Hilfe unserer umfassenden Ratschläge und Tipps den Frühling – trotz Ihres allergischen Asthmas – genießen können.

Zusätzlicher Hinweis: Falls Sie unsicher sind, ob Sie die Symptome Ihres allergischen Asthmas eventuell mit Corona verwechseln oder ob Sie ein Mund-Nasen-Schutz auch vor Pollen schützen kann. All das erklärt Ihnen unser Experte.


Hören Sie am besten gleich rein.

 

Quellen:

Holgat ST, et al. Nat Rev Dis Primers. 2015;1(1):15025.

www.lungenaerzte-im-netz.de; letzter Abruf 22.3.2021.

www.atemwegsliga.de; letzter Abruf 22.3.2021.

 

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ORION arbeitet intensiv an der Erforschung und Entwicklung von Behandlungsoptionen für Asthma und COPD. Darüber hinaus werden auch Design und Anwenderfreundlichkeit der Easyhaler®-Inhalationsgeräte fortwährend weiterentwickelt. Zu jedem Zeitpunkt stehen Produktsicherheit und Qualität an erster Stelle.

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für ORION von größter Bedeutung. Sämtliche soziale, wirtschaftlich und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit werden bei der Planung des Produktlebenszyklus berücksichtigt. So umspannt der Nachhaltigkeitsgedanke den gesamten Prozess – von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung und Verwendung des Inhalators durch den Patienten bis zur Entsorgung des Gerätes.

Den Nachhaltigkeitsbericht 2020 von Orion können Sie hier herunterladen.

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