Hilfe, die Pollen sind im Anflug! Lesen, was hilft.

Aktuelles | 28.04.2022

Für Viele wird es jetzt eng. Insbesondere im Brustbereich und meist in Kombination mit Hustenreiz, tränenden Augen und triefender Nase. Was für unbelastete Menschen das ersehnte Zeichen für den Frühlingsbeginn ist, fühlt sich für Menschen mit einer chronischen Atemwegserkrankung oft wie ein wiederkehrender Alptraum an. Allergisches Asthma und Pollenzeit – kein wirklich gutes Bündnis. Was verschafft Abhilfe? Hier kommen sieben alltagstaugliche Tipps.

 

1. Sich gut über Pollenflug informieren

Wenn Sie allergisches Asthma haben, ist es wichtig, das krankheitsauslösende Allergen zu kennen. Denn so können Sie versuchen, den Kontakt mit dem entsprechenden Allergen zu meiden. Die aktuelle regionale Pollenvorhersage ist ein wirklich guter Checker. Nutzen Sie dazu direkt unseren Pollenflugkalender. Sie können sich auch eine Pollenvorhersage-App fürs Smartphone herunterladen, die jederzeit gute Hilfe leistet. Auch, wenn schlechtes Wetter nicht unbedingt ein Stimmungsbringer ist: Wenn es regnet, sind deutlich weniger Pollen unterwegs als bei schönem Sonnenschein. Direkt nach einem Guss ist die beste Zeit für einen Spaziergang oder Sport im Freien.

 

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2. Medikation gegebenenfalls anpassen lassen 

Durchleiden ist keine gute Option bei allergischem Asthma in der Pollenzeit. Denn die Belastung der Bronchien durch die Allergene verstärkt die Erkrankungssymptome und strapaziert das Immunsystem. Nutzen Sie auf jeden Fall Ihre verordneten entzündungshemmenden und bronchienerweiternden Arzneimittel. Wenn Sie unsicher sind oder trotz Einhalten des Medikationsplans unter Atembeschwerden leiden, besprechen Sie das mit der Fachärztin bzw. dem Facharzt. Eventuell muss Ihre Medikation angepasst werden.

 

3. Von außen schützen

Für Viele nicht toll, aber wir haben uns inzwischen doch ganz gut an das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gewöhnt. Und man muss sagen: Pollenallergiker:innen bringt das Vorteile. In dieser Zeit schützen insbesondere FFP2-Masken davor, dass massenhaft Allergene über die Schleimhäute von Mund und Nase eindringen können. Wer sich draußen aufhält, sollte diesen Schutz nutzen. Denke Sie auch daran, eine solche Maske zu tragen, wenn Sie putzen, weil dabei viel Staub aufgewirbelt werden kann.

 

4. Pollen aus dem eigenen Zuhause fernhalten

Wer von draußen rein kommt, trägt in der Regel jede Menge Pollen an der Kleidung und auch in den Haaren mit sich. Wenn möglich sollten Sie sich direkt nach dem Betreten der Wohnung im Flur o. ä. umziehen. Auf keinen Fall gehört die Straßenbekleidung ins Schlafzimmer. Wenn die Pollenallergie Sie schlimm erwischt hat, am besten auch die Haare vor dem Zubettgehen waschen. Lüften Sie „regionaltypisch“: Auf dem Land ist die Pollenbelastung in den frühen Morgenstunden am stärksten, so dass Sie hier nur abends lüften sollten; in der Stadt hingegen wird das Maximum erst abends erreicht, so dass die beste Lüftungszeit morgens ist. Insbesondere im Schlafzimmer – aber natürlich auch in anderen Räumen – lohnt es sich, engmaschiges Pollenschutzgitternetz von außen an den Fenstern anzubringen (gibt es im Fachhandel als Meterware), so dass Sie auch in dieser Zeit nachts frische Luft haben und gleichzeitig keine Allergene einatmen müssen.

 

5. In einen guten Luftreiniger investieren

Ein Luftreiniger mit Hepafilter – das ist wichtig – kann trotz relativ hoher Anschaffungskosten ab ca. 150 Euro aufwärts eine gute Anschaffung sein. Ein HEPA-Filter kann etwa 99,7 % der Schimmelpilze, Staub, Pollen, Bakterien und andere störende Partikel aus der Luft entfernen. Das Gerät muss natürlich vom Leistungsvolumen zur Wohn- oder Schlafraumgröße passen. Es misst mit einem Partikelsensor die Luftbelastung und reinigt die Luft, sobald ein definierter Grenzwert überschritten ist. Achten Sie bei der Anschaffung auch auf die Lautstärke. Es gibt im Fachhandel Geräte, die so leise sind, dass Sie beim Schlafen nicht gestört werden.

 

6. Symptomfrei Auto fahren dank Luftfilter

Mit tränenden Augen und Hustenanfällen Auto zu fahren, ist regelrecht gefährlich. Fragen Sie in Ihrer Werkstatt nach dem Einbau eines speziellen Luftfilters. Moderne, mehrschichtige Filter halten Partikel wie Pollen gut zurück. Wenn diese auch noch eine Aktivkohleschicht besitzen, werden zudem Gase herausgefiltert. In der Regel ist es unabhängig vom Autotyp möglich, solche speziellen Innenraumfilter einzubauen und damit zu verhindern, dass Pollen durch die Lüftung eindringen.  Natürlich heißt es: Fenster zu.

 

7. Auf eine gute Ernährung achten

Es ist bekannt, dass bestimmte Lebensmittel Entzündungsreaktionen fördern oder verstärken können, während andere nachgewiesene entzündungssenkende Effekte haben. Bei allergischem Asthma spielt daher auch die richtige Ernährung eine Rolle. Zum Beispiel erhöht rotes Fleisch, insbesondere in verarbeiteter Form wie Pökelfleisch das Entzündungsrisiko. Auch Sulfite, und Glutamate gelten als entzündungsfördernd. Im Gegensatz dazu bekämpfen Nährstoffe, die zu den Antioxidantien zählen, sogenannte freie Radikale, die wiederum den Stoffwechsel schädigen können. Antioxidantien sind beispielsweise Vitamin C und Beta-Karotin in diversen Obst- und Gemüsesorten, Vitamin E in pflanzlichen Fetten, Mandeln oder Erdnüssen, Omega-3-Fettsäuren in fettigem Fisch und vielen Nusssorten, Lycopin in Tomaten oder Selen in Linsen, Spargel oder Paranüssen. Wichtig ist auch, auf eine ballaststoffreiche Ernährung zu achten, die eine gesunde Darmflora unterstützt. Allerdings müssen Sie mögliche Kreuzallergien im Blick behalten: Wer allergisches Asthma hat, reagiert möglicherweise kreuzreaktiv auf bestimmte Obstsorten. Am besten ist es, die Ernährung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen.

Zuletzt noch der Rat, sich mit der Fachärztin, dem Facharzt zu besprechen, ob eine Hyposensibilisierung infrage kommt und wann der richtige Zeitpunkt für solch eine Behandlung wäre. In vielen Fällen kann die Hyposensibilisierung die Toleranzschwelle gegenüber dem Allergen oder den Allergenen erhöhen.

 

 

Kommen Sie gut geschützt durch die Pollenflugzeit!

 

Quellen:

Bergmann, KC., Kugler, S., Zuberbier, T. et al. Face masks suitable for preventing COVID-19 and pollen allergy. A study in the exposure chamber. Allergo J Int (2021). https://doi.org/10.1007/s40629-021-00180-8

United States Environmental Protection Agency

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