Zurück zum Start

So fühlt sich ein Asthmaanfall an

Asthma | 12.02.2021

Plötzlich einsetzende Atemnot kann beängstigend sein, auch wenn Sie genau wissen, was zu tun ist. Drei Asthmatiker erzählen über ihre Erfahrung bei einem Asthmaanfall und wie sie ihn überwunden haben.

 

Asthmaanfall adé – Mehr Lebensqualität durch tägliches Inhalieren

„Vor 15 Jahren hatte ich eine Lungenentzündung, woraus sich ein lang andauernder Husten entwickelt hat. An einem lauen Sommerabend bin ich mit meiner Freundin spazieren gegangen, als ich plötzlich das Gefühl hatte, nicht mehr atmen zu können. Das Gefühl nicht ausreichend Luft zu bekommen war so stark, dass ich anhalten und mich auf eine Bank setzen musste. Meine Freundin wollte einen Krankenwagen rufen, aber ich habe sie gebeten, zu warten. Nachdem ich mich wieder beruhigt und etwas ausgeruht hatte, fühlte ich mich besser und konnte in Begleitung meiner Freundin nach Hause gehen.

Dennoch ließ das Schweregefühl in meiner Brust erst nach einer heißen Dusche zu Hause nach. Am nächsten Morgen habe ich meinen Arzt aufgesucht. Er hat mich gebeten, meine Peak-Flow-Messungen zu verfolgen. Die Diagnose war eindeutig: Ich habe Asthma.

Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, erste Anzeichen eines Asthmaanfalls bei mir zu erkennen. Normalerweise fange ich nach sportlichen Aktivitäten an zu keuchen. Aber ein paar Mal bin ich auch nachts mit Atemnot aufgewacht. Das ist immer sehr beängstigend. Deshalb steht mein Notfallspray seit der Diagnosestellung nachts neben mir auf dem Nachttisch bereit. Wenn ich Golf spiele, nehme ich in meiner Golftasche ein weiteres Notfallspray mit. Derzeit benötige ich mein Notfallspray kaum noch, da ich mein Asthma dank meiner dauerhaften Medikamenteneinnahme zur Entzündungshemmung in der Lunge gut im Griff habe. Insgesamt schränkt mich mein Asthma im Alltag nicht allzu sehr ein, obwohl ich neben dem Golf spielen noch regelmäßig anderen Sport treibe. Nur wenn ich eine Erkältung oder Grippe bekomme, scheinen sich meine Symptome zu verschlimmern und es dauert etwas länger, bis es mir wieder besser geht. Während der Grippesaison verdopple ich deshalb meine Medikamentendosis und lasse eine Grippeimpfung vornehmen, wie es mir mein Arzt empfohlen hat.“

Frau, 58

 

Ruhe bewahren: Das A & O meiner Selbsthilfe

„Mit 13 Jahren ist mir im Sportunterricht aufgefallen, dass ich bei körperlichen Übungen nicht mit den anderen mithalten konnte, weil ich schnell außer Atem geriet. Dabei hätte ich eigentlich fit sein müssen, weil ich seit meinem 4. Lebensjahr Judo praktiziere.

Gemeinsam mit meinen Eltern habe ich damals einen Arzt aufgesucht. Nach mehreren Tests wurde ein Belastungsasthma bei mir diagnostiziert. Hierbei handelt es sich um einen Asthmatyp, der durch anstrengende sportliche Aktivitäten ausgelöst wird.

Seitdem bin ich in Trainingssituation immer besonders aufmerksam und achte auf die verschiedenen Anzeichen meines Körpers. Für mich ist es besorgniserregend zu wissen, dass mein Gehirn bei Atemnot nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird und ich dadurch ohnmächtig werden kann.

Während meines Wehrdiensts mussten wir einmal zum Zeltplatz zurückmarschieren. Ich trug eine sehr enge Splitterschutzweste; diese schränkte die Atembewegungen meiner Lungen ein. Entlang der Straße war die Luft recht staubig. Ich wollte nicht anhalten, um nach meinem Inhalator zu suchen, weil ich sonst abgehängt worden wäre. Deshalb habe ich einfach versucht, weiterzumarschieren. Die Situation hat sich natürlich verschlechtert und ich bin schließlich zusammengebrochen. Unser Gruppenleiter half mir mein Medikament zu inhalieren und mich von der Weste zu befreien. Kurz darauf ging es mir wieder deutlich besser und ich konnte den Weg fortsetzen.

Ich habe gelernt, bei einem Asthmaanfall Ruhe zu bewahren. Wenn ich ein Engegefühl in Hals und Brust verspüre, reduziere ich mein Tempo bzw. bleibe ganz stehen und wende meinen Inhalator an. Ich warte grundsätzlich immer ein paar Minuten ab bis die Wirkung meines Medikaments einsetzt und setze erst dann wieder meine Tätigkeit fort.  

Asthma beeinträchtigt meinen Alltag nicht allzu sehr, weil die Anfälle nur nach anstrengendem Ausdauertraining oder in Ausnahmefällen auftreten.“

Mann, 22

 

Auslöser erkennen – Asthmatische Folgen verhindern

„Ich leide an allergischem Asthma, wodurch meine Asthmasymptome meistens während der Allergiezeit im Frühling ausgelöst werden. Normalerweise bekomme ich ein paar Mal im Jahr Asthmaanfälle. Manchmal traten die Asthmaanfälle auch nachts auf oder wenn ich mich an einem staubigen oder mit Schimmel befallenen Ort aufgehalten habe. Neben einer Pollenallergie habe ich außerdem mehrere Lebensmittelallergien.

Wenn ich einen Asthmaanfall bekomme, verspüre ich zunächst ein Engegefühl im Hals und das Atmen fällt mir schwer. In dieser Situation verfalle ich generell in Panik.

Ich denke, dass mein Asthma und die Allergien häufig gemischt auftreten. Manchmal kann ich nicht genau sagen, ob meine Symptome nur durch mein Asthma oder vielmehr durch eine starke allergische Reaktion meines Immunsystems (auch Anaphylaxie genannt) verursacht werden. Dies hat in der Regel zur Folge, dass ein Krankenwagen gerufen werden muss. Vor dem Hintergrund einer starken allergischen Reaktion trage ich immer einen EpiPen bei mir.

Einmal saß ich in einem Hotel beim Frühstück, als ich anfing, stark zu husten. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr atmen zu können, weil mein Hals anschwoll. Sogar der Inhalator schien nicht viel zu helfen, da ich in diesem Moment nicht genug inhalieren konnte. Möglicherweise war es eine allergische Reaktion, die einen Asthmaanfall ausgelöst hat. Es dauert mehrere Stunden bis ich mich wieder erholt hatte.

Seitdem achte ich konsequent auf meine Asthmaauslöser, lasse mich jedoch in meinem Alltag dadurch nicht einschränken. In den meisten Fällen kommt mein Inhalator für den Notfall rettend zum Einsatz. Er sorgt dafür, dass sich meine Atemwege erweitern und ich mich besser fühle. Ich neige dazu, leicht panisch zu werden. Daher versuche ich, Ruhe zu bewahren und mich darauf zu besinnen, dass die Anfälle immer vorübergehen, obwohl es in dem Moment beängstigend sein kann.“

Frau, 35


Drei entscheidende Ratschläge von Asthmatikern für Asthmatiker:

  • Befolge Deinen Behandlungsplan, um sicherzustellen, dass Dein Asthma dank entzündungshemmender Medikamente unter Kontrolle ist. Wenn Du Dein Asthma gut im Griff hast, sollten bei Dir keine Asthmaanfälle auftreten.
  • Es gibt verschiedene Asthmatypen, die alle unterschiedliche Merkmale und Auslöser haben. Wenn Du Deine persönlichen Auslöser kennst, kannst Du einen Asthmaanfall in der Regel verhindern.
  • Wenn bei Dir Asthmaanfälle auftreten oder Du regelmäßig Asthmasymptome verspürst, ist es an der Zeit, einen Termin bei Deinem Hausarzt zu vereinbaren. Dadurch kannst Du sicherstellen, dass dein Medikament auf die jeweiligen Symptome bzw. Situation abgestimmt wird.

 

Das könnte Sie auch interessieren:


ORION arbeitet intensiv an der Erforschung und Entwicklung von Behandlungsoptionen für Asthma und COPD. Darüber hinaus werden auch Design und Anwenderfreundlichkeit der Easyhaler®-Inhalationsgeräte fortwährend weiterentwickelt. Zu jedem Zeitpunkt stehen Produktsicherheit und Qualität an erster Stelle.

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für ORION von größter Bedeutung. Sämtliche soziale, wirtschaftlich und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit werden bei der Planung des Produktlebenszyklus berücksichtigt. So umspannt der Nachhaltigkeitsgedanke den gesamten Prozess – von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung und Verwendung des Inhalators durch den Patienten bis zur Entsorgung des Gerätes.

Den Nachhaltigkeitsbericht 2020 von Orion können Sie hier herunterladen.

ORION Pharma GmbH Deutschland
Jürgen-Töpfer-Straße 46 | D - 22763 Hamburg | +49 (0)40 / 899 689-0
Datenschutz Impressum Kontaktieren Sie uns Orion Corporation 2021