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Was die Lunge bei Asthma stark macht: Sport- und Bewegungstipps.

Asthma | 16.07.2021

Viel Bewegung ist das A und O für fitte Atemwege. Und wenn Ihr Asthma gut eingestellt ist, darf es ruhig auch mal richtig anstrengend werden, denn regelmäßige Workouts verbessern die Lungenkapazität und haben viele weiter positive Effekte. Der optimale Zeitpunkt, ein neues Hobby auszuprobieren, ist (nach Rücksprache mit Ihrer/Ihrem behandelnden Ärzt*in) – genau jetzt! Hier kommen unsere Tipps.

 

Tai-Chi: Körper, Atmung und Seele in Balance bringen

Tai-Chi wurde ursprünglich von taoistischen Mönchen hoch oben in den Bergen Chinas praktiziert. Inzwischen ist die alte Kampfkunst auch in Gemeindesälen, Parks und Sportzentren überall auf der Welt angekommen.

Die langsamen und gleichmäßigen Bewegungen wirken ohne viel Anstrengung und ohne Spitzenbelastung kräftigend und lungenstärkend. Tai-Chi umfasst auch „Qigong“-Praktiken, bei denen man jeweils im Einklang mit bestimmten Konzentrations- und Bewegungsübungen atmet und die Lebensenergie stärkt. Dadurch lernen Sie, Ihre Atmung besser zu kontrollieren.

Verschiedene Studien belegen, dass Tai-Chi Lungenkapazität, Ausdauer und sogar die Lebensqualität insgesamt verbessert. Die Eignung der alten Kampfkunst als begleitender Sport für die Asthmabehandlung ist unumstritten. Und entspannend wirkt sie noch dazu!

 

Schwimmen: Mit Spaß im Nass die Lunge kräftigen

Auch Wasserratten müssen bei einer chronischen Lungenerkrankung nicht auf Badefreuden verzichten. Ganz im Gegenteil! Das warme Wasser und die hohe Luftfeuchtigkeit im Schwimmbad machen das Atmen für viele Patient*innen sogar leichter als bei anderen Sportarten. Ein paar Bahnen zu schwimmen bringt nicht nur mehr Sauerstoff in die Lunge, sondern es kann auch Asthmasymptome lindern. Zu diesem Schluss kommt eine in einer neuseeländischen Zeitschrift für Sportmedizin veröffentlichte Studie. Andere Übungen im Wasser, wie zum Beispiel Wassergymnastik, sind hervorragend für die Körperfitness geeignet.

In Bezug auf klassische Freizeitbäder muss allerdings erwähnt werden, dass das im Wasser enthaltene Chlor bei manchen Menschen einen Asthmaanfall auslösen kann. Wie bei jeder Form von sportlicher Betätigung müssen Sie also selbst herausfinden, was für Sie richtig ist. Wenn Ihnen Schwimmen an sich guttut, lassen Sie das Training langsam angehen, und fahren Sie das Tempo am Ende auch schrittweise wieder herunter. Das tut Ihren Atemwegen gut! Und falls Ihnen Ihre/Ihr Ärzt*in die Einnahme bestimmter Medikamente vor dem Sport empfohlen hat, sollten Sie diese auf keinen Fall vergessen.

 

Gärtnern: Die Natur vor der Haustür für die Gesundheit nutzen

Gartengeräte sind nicht unbedingt das Erste, was einem beim Stichwort „Fitnesstraining“ in den Sinn kommt. Und dennoch lassen sich auch mit Büscheschneiden, Rasenmähen und Beetpflege sportliche Ziele erreichen! Gartenarbeit ist erwiesenermaßen gut für die körperliche und geistige Gesundheit. Und das Beste daran: Ihr Training beginnt direkt vor der Haustür und an der frischen Luft.

Wie sanft oder anstrengend die körperliche Arbeit sein soll, entscheiden Sie selbst. Erledigen Sie einfach das, was Ihnen an dem Tag guttut. Bei anstrengenden Gartenarbeiten verbrennen Sie bis zu 500 Kalorien pro Stunde. Von wegen „Gärtnern ist doch kein Sport“!

Und falls Sie sich Sorgen über Asthmaauslöser im Garten machen: Da gibt es einiges, was man tun kann, zum Beispiel den Pollenkalender zu Rate ziehen, nicht an sehr heißen und windigen Tagen draußen arbeiten, das Gras kurz halten und ökologische Produkte nutzen, um keinen aggressiven Chemikalien ausgesetzt zu sein. Fragen Sie eventuell auch in Ihrem örtlichen Gartencenter nach allergikerfreundlichen Pflanzen. Die beste Prävention sind jedoch ein gut eingestelltes Asthma und ein stets aktueller Behandlungsplan.

 

Gruppensport: Gemeinsam mit anderen die Atemmuskulatur trainieren

Regelmäßige Bewegung tut Menschen mit Asthma gut. Denn fast jede Art von Sport steigert die Belastbarkeit der Atemmuskulatur und gibt zudem mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gemeinsam mit anderen ist Sport oft nicht nur motivierender, sondern macht auch mehr Spaß. Einfach mal eine Runde mit Freunden kicken, Fahrradfahren oder Joggen ist vielleicht genau das Richtige für Sie. Viele Ausdauersportarten sind für das Lungentraining geeignet. Dazu gehören auch Teamballsportarten wie Volley- oder Basketball und Badminton. Die schnell wechselnden Aktivitäts- und Erholungsphasen sind ein gutes Training für die Atemwege, ohne sie zu überlasten.

Ebenfalls gut geeignet ist Tanzen. Vielfältige Bewegungsabläufe, körperlicher Ausdruck und Training im eigenen Tempo gehen hier Hand in Hand. Bei so vielen Genres, vom Gesellschaftstanz über Ballett bis hin zum Tanzworkout mit Stuhl als Hilfsmittel, ist sicher ein passender Kurs in Ihrer Nähe dabei – oder probieren Sie doch mal ein paar Online-Tutorials aus. Manchmal reicht es auch schon, berufliche Meetings einfach beim Walking abzuhalten, um körperlich aktiv zu werden.

 

Laufen: Mit Asthma bis an die Weltspitze

Auch eine intensivere sportliche Betätigung ist mit einer chronischen Lungenerkrankung durchaus möglich. Dies haben eine ganze Reihe von Spitzenathleten bewiesen, die trotz Asthma Sport auf höchstem Niveau betreiben wie bspw. die britische Langstreckenläuferin Paula Radcliffe. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung. Zum Beispiel in einer Laufgruppe, im Fitnessstudio oder mit einem persönlichen Coach und immer mit einer langen Aufwärmphase und anschließendem Ausdauersport. Ein Training bei warmen Lufttemperaturen ist für viele Asthmatiker von Vorteil. Das Wichtigste ist jedoch, dass Sie Ihre Kräfte immer gut einteilen. Wie hoch auch immer Sie Ihre Ziele gesteckt haben: Ihr Asthma sollte stets gut eingestellt sein. Sprechen Sie daher vor Aufnahme des Trainings mit Ihrer/Ihrem Ärzt*in und halten Sie Ihren Behandlungsplan ein. So können Sie voll durchstarten!

 

 

Literatur

Bar-Or, O., Inbar, O. (1992). ‘Swimming and Asthma’. Sports Medicine 14, 397–405. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1470792/

Schmutz, Ulrich & Lennartsson, Margi & Williams, Sarah & Devereaux, Maria & Davies, Gareth. (2014). The benefits of gardening and food growing for health and wellbeing. 10.13140/RG.2.1.3703.5289. https://www.gardenorganic.org.uk/sites/www.gardenorganic.org.uk/files/GrowingHealth_BenefitsReport_0.pdf

Sharma, M and Haider, T. (2013). ‘Tai Chi as an Alternative and Complementary Therapy for Patients With Asthma and Chronic Obstructive Pulmonary Disease: A Systematic Review’ in Journal of Evidence-Based Complementary & Alternative Medicine, Volume: 18 issue: 3, page(s): 209-215 https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/2156587213478174

Soga, Gaston and Yamaura, (2016). ‘Gardening is beneficial for health: A meta-analysis’ in Preventive Medicine Reports Volume 5, March 2017, Pages 92-99 https://doi.org/10.1016/j.pmedr.2016.11.007

 

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