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Die verschiedenen Behandlungsmethoden bei Asthma.

Asthma | 30.06.2021

In der Behandlung von Asthma wird angestrebt, die Erkrankung bestmöglich zu kontrollieren. Die Dauertherapie soll akute Beschwerden und ein Fortschreiten der Krankheit möglichst verhindern. Die Bedarfstherapie lindert akute Symptome. Darüber hinaus spielen nicht medikamentöse Maßnahmen wie die Asthma-Schulung eine wichtige Rolle.

Die medikamentöse Asthma-Therapie basiert auf einem Schema, das aus 5 Stufen besteht. Sie zielt darauf ab, die Entzündung in Ihrer Lunge zu unterdrücken, die Überempfindlichkeit Ihrer Atemwege zu mindern, die Verengung Ihrer Atemwege zu beseitigen bzw. verringern und Ihr Asthma so bestmöglich zu kontrollieren. Die Therapie wird immer auf Ihre individuelle Situation angepasst, regelmäßig kontrolliert und mit der Zeit nach dem Prinzip optimiert, "so viel wie nötig, jedoch so wenig wie möglich" Medikamente einzusetzen, um Ihr Asthma gut zu kontrollieren.

Für einen guten Erfolg ist die Teilnahme an einer Asthma-Schulung wichtig. Hier erhalten Sie wesentliche Informationen zu der Erkrankung und ihrer Behandlung. Dort lernen Sie den Umgang mit Ihrem Asthma und wie Sie die unterschiedlichen Therapieoptionen gut in Ihren Alltag integrieren. Diese Maßnahme kann enorm dazu beitragen, dass Ihre Lebensqualität nicht einschränkt wird. Auch eine Kontrolle von Begleiterkrankungen bzw. das Meiden von Auslösern Ihrer Beschwerden, wie Allergenen, kann hilfreich sein. Bei Menschen mit allergischem Asthma besteht zudem u.U. die Möglichkeit, ihre Allergie durch eine spezifische Immuntherapie zu lindern.

Bedarfstherapie und Dauertherapie

In der medikamentösen Asthma-Therapie wird unterschieden zwischen einer Bedarfstherapie mit so genannten Relievern und einer Dauertherapie mit so genannten Controllern. Die Reliever kommen im Bedarfsfall bei akuten Beschwerden zum Einsatz und sollen diese schnell lindern. Sie bewirken kurzfristig eine Entspannung der Bronchialmuskulatur und eine Erweiterung der verengten Bronchien (z.B. kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika). Die Controller werden hingegen regelmäßig angewendet und sollen akuten Beschwerden sowie das Fortschreiten der Erkrankung vorbeugen. Sie hemmen die Entzündung in den Atemwegen (Kortikosteroide bzw. Kortison) oder erweitern die Bronchien über einen längeren Zeitraum (z.B. langwirksame Beta-2-Sympathomimetika).

In Stufe 1 ist in der Regel eine Bedarfsmedikation ausreichend. In den Stufen 2-5 erfolgt gewöhnlich eine dauerhafte Einnahme von Medikamenten, die bei akuten Beschwerden durch eine Bedarfsmedikation ergänzt wird. Die Dauertherapie besteht entweder nur aus Kortikosteroiden oder aus einer Kombination von Kortikosteroiden mit anderen Wirkstoffen, etwa den langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika. Ergänzend gibt es mehrere weitere Medikamentenklassen, die im Rahmen des Stufenschemas zum Einsatz kommen können. Bei schwerem Asthma, in Stufe 5, besteht zudem die Möglichkeit, so genannte monoklonale Antikörper als Dauertherapie zu injizieren.

 

Inhalative Therapie

Die meisten Wirkstoffe in der Asthma-Therapie werden inhaliert. Dies hat mehrere Vorteile:

  • Der Wirkstoff gelangt direkt und ohne Umwege dorthin, wo er benötigt wird – in die Lungen.
  • Im Vergleich zu einer Tablette ist eine geringere Dosis ausreichend, weil der Wirkstoff direkt an seinem Zielort aufgenommen wird.

Die Nebenwirkungen sind geringer, da die Dosis geringer ist und weniger Wirkstoff über den Blutkreislauf in andere Organe gelangt.

Pulverinhalator, Dosieraerosol und Vernebler

Für das Inhalieren der Asthma-Medikamente gibt es verschiedene Inhalationssysteme. Die meistverwendeten sind der Pulverinhalator, das Dosieraerosol und der Vernebler. Ganz gleich, für welches System Sie und Ihr Arzt sich entscheiden – im Vergleich zur Tablette oder Spritze bietet das Inhalieren zahlreiche Vorzüge.

Tragen Sie selbst dazu bei, möglichst beschwerdefrei durchs Leben zu gehen. Zum einen ist es von zentraler Bedeutung, die Dauertherapie – auch bei Besserung der Beschwerden – konsequent anzuwenden, um die Krankheitsprozesse anhaltend zu unterdrücken. Zum anderen empfiehlt es sich, an einer Asthma-Schulung teilzunehmen. In dem Training lernen Sie nicht nur, mit Ihrer Erkrankung umzugehen, sondern auch, Ihr Inhalationssystem richtig anzuwenden und krankheitsfördernde Faktoren zu meiden.

Quellen:

Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma. 4. Auflage, 2020. Version 1. AWMF-Register-Nr.: nvl-002: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/nvl-002.html, letzter Abruf: 9.11.2020

Global Initiative for Asthma. Gobal Strategy for Asthma Management and Prevention, 2020: www.ginasthma.org, letzter Abruf: 9.11.2020

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Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für ORION von größter Bedeutung. Sämtliche soziale, wirtschaftlich und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit werden bei der Planung des Produktlebenszyklus berücksichtigt. So umspannt der Nachhaltigkeitsgedanke den gesamten Prozess – von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung und Verwendung des Inhalators durch den Patienten bis zur Entsorgung des Gerätes.

Den Nachhaltigkeitsbericht 2020 von Orion können Sie hier herunterladen.

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