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Richtig inhalieren in 7 Schritten

FAKTEN | 20.05.2019
Richtig inhalieren in 7 Schritten

Die Möglichkeiten, mit denen Sie als Asthmatiker oder COPD-Betroffener Ihre Atmung verbessern können, sind vielfältig. Ganz besonders wichtig ist die korrekte Anwendung Ihres Inhalators. Mit diesen Tipps lernen Sie, richtig zu inhalieren:

1. Schritt – die Grundvoraussetzung, um wieder besser atmen zu können: Inhalieren zur Gewohnheit machen

Eine der Grundvoraussetzungen dafür, wieder leichter atmen und Ihr Leben mit so wenig Einschränkungen wie möglich leben zu können, ist Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit. Und Therapietreue beginnt bei der konsequenten und korrekten Anwendung Ihres Inhalators. Das tägliche Inhalieren nimmt nicht mehr als ein paar Minuten Ihrer Zeit in Anspruch. Dabei alles richtig zu machen, ist voll und ganz der Mühe wert, denn Sie werden mit einem deutlichen Plus an Lebensqualität belohnt.

Wenn Sie die Diagnose „Asthma“ oder „COPD“ gerade erst erhalten haben, sind Sie möglicherweise noch dabei, Ihre Lebensgewohnheiten in einigen Punkten zu ändern. Gut so! Bleiben Sie am Ball.

Neue Gewohnheiten lassen sich leichter erlernen, wenn Sie sie in Ihren Alltag integrieren. Sie werden sehen: Inhalieren ist bald so selbstverständlich für Sie, wie zweimal täglich Zähneputzen. Befolgen Sie die Anweisungen von Ihrem Arzt, Ihrer Fachkraft für Atemwegserkrankungen oder Ihrem Apotheker und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Inhalators.

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2. Ausatmen und richtige Inhaliertechnik für Asthma oder COPD erlernen

Damit Ihre Medizin wirken kann, muss sie bis tief hinunter in die Lunge gelangen. Damit das gelingt, müssen Sie vor, während und nach dem Inhalieren einige Hinweise für die Atmung beachten.

Unmittelbar bevor Sie inhalieren, müssen Sie Ihre Lunge entleeren, um Platz zu schaffen für das zu inhalierende (also „einzuatmende“) Medikament. Atmen Sie als Vorbereitung für die Inhalation zunächst langsam und vollständig aus (dabei nicht in den Inhalator hineinatmen).

 

3. Inhalationstechnik für das jeweils benutzte Inhalationsgerät erlernen

Wie Sie Ihr Medikament inhalieren müssen, ist abhängig von der Art des Inhalators. Die drei wichtigsten Inhalationsgeräte für die Behandlung von Asthma oder COPD zu Hause sind der Pulverinhalator, das Dosieraerosol und das Feuchtinhalationsgerät. Genauere Angaben können Sie der Gebrauchsanweisung Ihres Inhalators entnehmen.

Wie wird ein Pulverinhalator verwendet?

Pulverinhalatoren geben das Medikament in Form eines feinen Pulvers in die Lunge ab. Damit die Inhalation mit einem Pulverinhalator gelingt, müssen Sie kräftig durch das Mundstück einatmen, um das Medikament mit dem Atemstrom in die Lunge zu ziehen.

Drücken Sie den Auslösemechanismus, umschließen Sie das Mundstück mit den Lippen und atmen Sie scharf und tief ein, bis Ihre Lunge vollständig gefüllt ist.

Wie wird ein Dosieraerosol angewendet?

Bei Dosieraerosolen wird das Arzneimittel mit einem Treibmittel gemischt, so dass das Medikament als feiner Sprühnebel austritt. Es wird daher häufig auch als Inhalierspray bezeichnet. Bei der Inhalation eines Dosieraerosols sind drei Dinge zu beachten:

Erstens: Die meisten Dosieraerosole müssen vor der Anwendung geschüttelt werden, damit Arzneimittel und Treibmittel sich gut vermischen. Zweitens: Sie müssen gleichzeitig einatmen und den Sprühstoß auslösen. Es ist wichtig, weder vorzeitig noch zu lange nach dem Auslösen des Sprühstoßes mit dem Einatmen zu beginnen. Die Freisetzung des Medikaments dauert weniger als eine halbe Sekunde, und in diesem Zeitraum muss die Inhalation stattfinden. Zur Erleichterung der Abstimmung zwischen Einatmung und Auslösung des Sprühstoßes werden Dosieraerosole häufig mit einer Inhalationshilfe, auch Spacer genannt, verabreicht. Drittens: Atmen Sie beim Inhalieren langsam und gleichmäßig ein, bis die Lunge gefüllt ist, und halten Sie dann den Atem für einige Sekunden an.

Eine weitere Art von Dosieraerosol ist der atmungsbetätigte Dosierinhalator. Hier wird das Arzneimittel freigesetzt, wenn Sie durch das Mundstück einatmen. Die bei herkömmlichen Dosieraerosolen erforderliche Abstimmung zwischen Auslösung des Sprühstoßes und Inhalation entfällt. Atmen Sie langsam und gleichmäßig ein, bis die Lunge gefüllt ist.

Wie wird ein Feuchtinhalationsgerät angewendet?

Das Feuchtinhalationsgerät funktioniert wie ein Dosieraerosol: Das Arzneimittel wird freigesetzt, wenn Sie den Auslösemechanismus drücken. Wenn Sie mit einem Feuchtinhalationsgerät inhalieren, beginnen Sie zuerst damit, langsam und tief einzuatmen und betätigen Sie erst dann den Auslöser.

 

4. Nach dem Einatmen des Asthma-/COPD-Medikaments: Atem anhalten für bessere Wirksamkeit

Nachdem Sie das Medikament inhaliert haben, sollten Sie den Atem anhalten, damit es besser wirken kann. Der Grund ist denkbar einfach: Wenn keine Luftbewegung in der Lunge stattfindet, kann die Arznei sich besser absetzen und aufgenommen werden. Den Rat, den Atem anzuhalten, sollten Sie also unbedingt befolgen. Ideal sind üblicherweise fünf bis zehn Sekunden. Genauere Angaben entnehmen Sie aber bitte der Gebrauchsanweisung Ihres Inhalators.

 

5. Nach dem Inhalieren: Mund ausspülen

Eine gute Mundhygiene ist bei den meisten Arzneimitteln zum Inhalieren das A und O. Am besten nach dem Inhalieren den Mund mit Wasser ausspülen, ausspucken und Zähne putzen. Auf diese Weise lassen sich Nebenwirkungen im Mundraum weitgehend vermeiden, die insbesondere bei hochdosierter Anwendung über einen längeren Zeitraum auftreten können. Bitte beachten Sie, dass Nebenwirkungen beim Inhalieren selten bis sehr selten vorkommen. Beenden Sie die Einnahme von Medikamenten nicht aus Angst vor Nebenwirkungen! Ihr Asthma oder Ihre COPD könnte sich sonst verschlechtern, was Ihrer Gesundheit eventuell mehr schaden könnte als mögliche Nebenwirkungen. Daher sollten Sie möglichst, wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die spezifischen Anweisungen zur Einnahme und den Abschnitt über Nebenwirkungen in der Packungsbeilage nachlesen und mit Ihrem Arzt sprechen.

 

6. Inhalator von Anfang an regelmäßig reinigen

Wenn der Inhalator mit Rückständen verunreinigt ist, kann das die Freisetzung des Medikaments behindern und die Ansammlung von Keimen begünstigen, die dann mitinhaliert werden. Daher sollten Sie sich angewöhnen, das Gerät von Anfang an sauber zu halten. Sie sollten den Inhalator allerdings nicht mit Wasser reinigen, da Feuchtigkeit bei den meisten Geräten problematisch ist. Beachten Sie daher unbedingt die Reinigungsanleitung in der Packungsbeilage.

 

7. Ihr Asthma- oder COPD-Medikament hilft nicht? Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an

Lassen Sie Ihre Inhaliertechnik am besten von Zeit zu Zeit von Ihrem Arzt oder einer geschulten Fachkraft überprüfen.


 

Orion arbeitet intensiv an der Erforschung und Entwicklung von Behandlungsoptionen für Asthma und COPD. Daneben werden auch Design und Anwenderfreundlichkeit der Easyhaler®-Inhalationsgeräte fortwährend weiterentwickelt. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen auf jeder Stufe des Produktlebenszyklus die Sicherheit und Qualität des Produkts, wobei auch eine möglichst geringe Umweltbelastung ein wesentliches Kriterium darstellt. Sämtliche Aspekte der Nachhaltigkeit, also soziale, wirtschaftliche und ökologische Faktoren, fließen in die sorgfältige Planung des Produktlebenszyklus mit ein. Somit umspannt der Nachhaltigkeitsgedanke den gesamten Prozess: von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung bis hin zur Verwendung der Inhalatoren durch die Patienten und der abschließenden Entsorgung der Geräte. 

Den Nachhaltigkeitsbericht 2018 von Orion können Sie hier herunterladen.

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