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Was tun bei einem Asthmaanfall?

FAKTEN | 21.05.2019
Was tun bei einem Asthmaanfall?

Wenn ein Asthmaanfall aus unterschiedlichen Gründen ausgelöst wird, können die Beschwerden plötzlich einsetzen – vom Giemen bis zum Engegefühl in der Brust. Wir erläutern, was bei einem Asthmaanfall in Ihrem Körper passiert, wodurch dieser ausgelöst wird und welche Maßnahmen Sie unverzüglich ergreifen müssen.

Ob durch eine Parfumwolke, einen Sprint zur Bushaltestelle oder Schwebstoffteilchen in der Luft – bei Personen mit Asthma kann ein Anfall unerwartet ausgelöst werden. Wenn Ihr Körper plötzlich und stark reagiert, verspüren Sie möglicherweise eine akute Verschlimmerung der Beschwerden. Dies wird häufig auch als Asthmaanfall bezeichnet. Ihr Körper teilt Ihnen auf diese Weise mit, dass Sie handeln müssen.

Obwohl bei jedem Erkrankten ein Asthmaanfall unterschiedlich ausgeprägt auftritt, gehören Giemen, Husten und Sprachstörungen bei den leichten bis mittelschweren Fällen zu den häufigen Beschwerden. Einige Erkrankte sagen auch, dass sie ein Druckgefühl in der Brust und möglicherweise Panik verspüren. Andere Erkrankte sagen, dass es sich so anfühlt, als ob Ihre Atemwege schrumpfen und sie nicht genug Sauerstoff durch die Luftröhre bekommen.

Ein Asthmaanfall ist immer ein Zeichen, dass Sie Ihren Arzt aufsuchen müssen, um Ihren Behandlungsplan umzustellen. Viele Asthmaanfälle können zwar mit einem Notfall-Inhalator behandelt werden, aber ein schwerer Anfall kann lebensbedrohlich sein und eine Behandlung im Krankenhaus erfordern.

 

Was passiert und warum?

Im Körper passiert Einiges, wenn die Beschwerden auftreten. Bei einem Asthmaanfall verengen sich die Atemwege eines Erkrankten als Reaktion auf ein Allergen bzw. einen physischen oder emotionellen Auslösefaktor. Wenn die Schleimhaut gereizt wird und anschwillt, kann ein Zusammenziehen der Muskeln um die Atemwege die Atmung außerdem weiter behindern. Manchmal kann sich Schleim bilden, sodass die kostbare frische Luft noch schwerer einzuatmen ist.

Einige Erkrankte reagieren eventuell stark auf Reizstoffe wie beispielsweise Tierhaare oder Luftverschmutzung, andere Erkrankte reagieren möglicherweise gar nicht auf diese Substanzen. Bei einigen Erkrankten werden Asthmaanfälle unter Umständen durch physischen oder sogar emotionellen Stress ausgelöst. Wenn Sie eine Erkältung oder eine andere Viruserkrankung bekommen, sind Sie jedoch besonders anfällig dafür, dass sich die Asthmabeschwerden verschlimmern.

Die Dauer der akuten Beschwerden bei einem Asthmaanfall kann unterschiedlich sein und ihre Linderung hängt von der Schwere, der Wirkung Ihrer Medikamente sowie davon ab, ob Sie Ihre Auslösefaktoren kontrollieren können. Sobald die akute Phase unter Kontrolle ist, verspüren Sie die Nachwirkungen wie beispielsweite erhöhte Empfindlichkeit unter Umständen noch stunden- oder sogar tagelang.

 

Was ist zu tun?

Ein Asthmaanfall kann sehr beängstigend sein, aber wichtig dabei ist, die Ruhe zu bewahren und Maßnahmen zu ergreifen. Begeben Sie sich außerhalb des Bereichs des Auslösefaktors, benutzen Sie Ihren Notfall-Inhalator und suchen Sie in schweren Fällen die Notaufnahme auf.

Falls Sie Ihren Notfall-Inhalator bereits mehrmals benutzt haben, die Luftnot jedoch anhält, sollten Sie sich umgehend ins Krankenhaus begeben. Wenn Sie Probleme haben, mehr als ein paar Wörter zu sprechen, Ihre Lippen blau anlaufen oder Sie verwirrt sind, könnte die Situation lebensbedrohlich sein. In diesem Fall müssen Sie oder eine andere anwesende Person sofort den Notdienst anrufen.

Ein Asthmaanfall kann zwar beunruhigend sein, aber tatsächlich lassen sich die meisten Asthmaarten sehr gut mit Medikamenten kontrollieren. Wenn Sie zur täglichen Behandlung einen Inhalator benutzen und auf die ordnungsgemäße Anwendung achten, sollten Sie Ihren Notfall-Inhalator wesentlich weniger benötigen.

Nochmals: Wenn ein Asthmaanfall auftritt, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Wenn Ihr Asthma gut kontrolliert ist, sollten Sie Ihren Alltag sorgenfrei genießen können. Dank der großen Auswahl an Medikamenten, der verschiedenen Therapiemöglichkeiten und der Tipps zur Vermeidung der Auslöser, spricht alles dafür, die negativen Erfahrungen bis auf ein Minimum zu reduzieren und die positiven Auswirkungen, die Sie glücklich und gesund halten, noch zu steigern.

 

Von Sarah Hudson
Foto von iStock



Literatur:

Thomas, M., Bateman, E., (2015), Asthma attacks: how can we reduce the risks? NPJ Prim Care Respir Med. 2015; 25: 14105.

Published online 2015 Jan 8. doi: 10.1038/npjpcrm.2014.105

Jackson, D.J. et al., (2011), Asthma exacerbations: Origin, effect, and prevention, Journal of Allergy and Clinical Immunology, Volume 128, Issue 6, 1165 – 1174, DOI: https://doi.org/10.1016/j.jaci.2011.10.024

 

 

Orion ist ein finnisches, weltweit agierendes Pharmaunternehmen mit über hundertjähriger Geschichte, das sich seit seiner Gründung für Gesundheit und Wohlbefinden einsetzt. Orion entwickelt, fertigt und vermarktet Wirkstoffe und Arzneimittel für die Human- und Veterinärmedizin. Atemwegserkrankungen zählen zu den Spezialgebieten des Unternehmens. Easyhaler® ist ein von Orion selbst entwickelter Pulverinhalator. Die Easyhaler®-Produktfamilie umfasst mittlerweile sechs gängige Behandlungsoptionen für Asthma- und COPD-Patienten. Orion erwirtschaftete im Jahr 2017 einen Umsatz von 1,085 Milliarden Euro und beschäftigt rund 3500 Mitarbeiter. Die A- und B-Aktien des Unternehmens sind an der Nasdaq Helsinki notiert.

Als zukunftsorientiertes Pharmaunternehmen investiert Orion permanent in die Erforschung und Entwicklung von Behandlungsoptionen für Asthma und COPD. Dabei werden unter anderem Design und Anwenderfreundlichkeit des Inhalators beständig weiterentwickelt. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen bei jeder Stufe des Produktlebenszyklus die Sicherheit und Qualität des Produkts, wobei auch eine möglichst geringe Umweltbelastung ein wesentliches Kriterium darstellt. Daher ist dem Unternehmen die Nachhaltigkeit des gesamten Prozesses – von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Fertigung – ein großes Anliegen. Auch die Lieferanten von Orion sind zu nachhaltigem Handeln verpflichtet. Orion ist bestrebt, die Folgen für die Umwelt bei den unternehmenseigenen Werken so gering wie möglich zu halten. Neben anderen Faktoren konnten der Energieverbrauch und die Umweltbelastung durch Abwässer bereits deutlich gesenkt werden. Auch die Lieferanten des Unternehmens sind angehalten, Maßnahmen zur Kontrolle und Reduzierung der Umweltbelastung zu ergreifen. Sämtliche Aspekte der Nachhaltigkeit, also soziale, wirtschaftliche und ökologische Faktoren, fließen in die sorgfältige Planung des Produktlebenszyklus mit ein – bis hin zur Verwendung des Produkts durch den Patienten und zur Entsorgung der gebrauchten Inhalatoren.

Den Nachhaltigkeitsbericht 2018 von Orion können Sie hier herunterladen.

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