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Angst, Stress, Atemnot.

COPD | 16.02.2021

Man kann es sich kaum vorstellen: Atmen ist Schwerstarbeit für  die Muskulatur. Daher hat die Art und Weise, wie Sie Ihren wichtigsten Atemmuskel, das Zwerchfell, einsetzen, mitunter erstaunliche Auswirkungen. Wann immer Sie Atemnot verspüren, gestresst oder von Angst und Anspannung geplagt sind, können Sie die folgende simple Atemübung durchführen. Das ist nicht nur gut, um beispielsweise Notfallsituationen besser zu bewältigen, sondern auch zur Steigerung Ihres Wohlbefindens.

 

Grundsätzlich sollten Sie wissen: Ihr/e Ärztin/Arzt kann am besten einschätzen, welche Entspannungs- und Atemtechniken für Sie in Frage kommen. In der Facharztpraxis hat man in der Regel auch Informationen zu entsprechenden Kursen zur Hand. Diese werden zum Teil von den Krankenkassen übernommen: Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach.

 

Die verhaltensbezogene Atemschulung hilft Menschen mit COPD , die Atemmuskulatur zu kräftigen und Situationen mit auftretenden Symptomen besser zu bewältigen.. Ziel ist es, einen Zustand der inneren Ruhe herbeiführen zu können und damit Ängste und Verkrampfungen abzubauen. Das konsequente Erlernen von Innehalten und konzentriert angewendeten Atemtechniken hilft somit auch dabei, die Lebensqualität zu verbessern. Mit  bewusstem ruhigen Ein- und Ausatmen bekommen wir nicht nur eine Bedenkzeit, sondern auch einen klaren Kopf und bauen innere Spannung ab. Das bewusste Atmen lässt sich nutzen, um den Gemütszustand zu beeinflussen und ist ein wesentlicher Bestandteil von Yoga und Pilates – beide Methoden sind dafür bekannt, Stress zu mindern und einen positiven Effekt auf die Stimmung zu haben.

 

So können Sie die richtige Atemtechnik üben:

1. Lippenbremse

 

Als Lippenbremse oder auch dosierte Lippenbremse wird eine spezielle Atemtechnik bezeichnet, die hilft, Schleim abzutransportieren, tiefe Lungenbezirke zu belüften und die Atemmuskulatur zu stärken. Bei der Lippenbremse wird gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen ausgeatmet. Der dadurch erhöhte Widerstand sorgt für einen Luftrückstau, der den Luftdruck in den Bronchien erhöht und einen Kollaps der Atemwege verhindert. Viele Lungenpatienten schildern, dass ihnen diese Technik in Situationen mit akuter Atemnot und auch in anstrengenden Alltagssituationen wie etwa dem Treppensteigen gut hilft.  So geht es:

 

  1. Legen Sie die Lippen zunächst entspannt aufeinander.
  2. Pressen Sie die Lippen dann fest aufeinander
  3. Atmen sie die Luft langsam durch die verengte Atemöffnung aus.

 

2. Hilfe bei Kurzatmigkeit

 

  1. Legen Sie sich bequem auf den Rücken und winkeln Sie die Beine an, so dass die Füße flach auf dem Boden stehen. Legen Sie eine Hand auf die Brust und die andere auf den Unterbauch.
  2. Atmen Sie langsam und tief durch die Nase ein und spüren Sie dabei, wie sich der Unterbauch wölbt. Die Hand auf der Brust geht bei dieser Bewegung fast gar nicht mit. Achten Sie außerdem darauf, Ihre Schultern nicht hochzuziehen.
  3. Spitzen Sie beim Ausatmen leicht die Lippen und lassen Sie die Luft langsam gegen den Widerstand ausströmen. Spüren Sie, wie sich der Unterbauch wieder senkt, während die Hand auf der Brust wieder nahezu still liegen bleibt.

 

3. Atemübungen zur Stärkung des Zwerchfells

 

Der erste Schritt hin zu müheloserem Atmen ist der bewusste Einsatz des des Zwerchfells. Der zweite Schritt sind gezielte Atemübungen. Diese lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Gelegenheiten, bei denen man sich kurz auf die Atmung konzentrieren kann, gibt es zwischendurch immer.  Eine einfache Übung abends im Bett erleichtert beispielsweise das Einschlafen, denn mit der Atmung werden auch die Gedanken ruhiger.

 

Übung 1: Kontrolliert im Liegen atmen

 

  1. Legen Sie sich bequem mit angewinkelten Beinen auf den Rücken, Füße flach auf dem Boden.
  2. Atmen Sie tief ein und zählen Sie dabei bis fünf. Dabei wölbt sich Ihr Bauch, während Brust und Schultern unten bleiben.
  3. Atmen Sie langsam aus und zählen Sie wieder bis fünf. Ziehen Sie dabei Ihren Bauch zur Wirbelsäule. Die tiefe Atmung zehn bis zwanzig Mal wiederholen.

 

Übung 2: Der Vierfüßlerstand

 

  1. Kommen Sie in den Vierfüßlerstand; Hände parallel zu den Schultern, Knie parallel zum Becken. Machen Sie sanft einen „Katzenbuckel“.
  2. Atmen Sie durch die Nase ein und halten Sie die Rundung im Rücken soweit wie möglich.
  3. Atmen Sie so kräftig wie möglich aus und gehen Sie dabei noch stärker in die Rundung, wobei Sie das Kinn zur Brust ziehen. Machen Sie am Ende des Ausatmens eine Atempause von fünf Sekunden. Halten Sie dabei den „Katzenbuckel“.
  4. Den Zyklus fünf Mal wiederholen.

 

 

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