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Richtig inhalieren in 6 Schritten.

Asthma | 12.02.2021

Die effektivste Therapie bei Asthma ist in fast allen Fällen das Inhalieren von Medikamenten. Diese Behandlung wirkt direkt am Ort des Geschehens: in der Lunge. Wie gut die inhalativen Arzneimittel wirken, hängt stark davon ab, dass Sie das Inhalationsgerät richtig anwenden. Hier finden Sie Informationen und Tipps zum Umgang mit Ihrem Inhalationsgerät:

 

1. Inhalieren zur Gewohnheit machen

 

Eine der Grundvoraussetzungen dafür, wieder leichter atmen und das Leben mit so wenig Einschränkungen wie möglich leben zu können, ist Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit. Das bezieht sich insbesondere auf die medikamentöse Therapie und bedeutet die konsequente und korrekte Anwendung Ihres Inhalators. Das tägliche Inhalieren nimmt nicht mehr als ein paar Minuten Zeit in Anspruch. Dabei alles richtig zu machen, ist voll und ganz der Mühe wert, denn Sie werden mit einem deutlichen Plus an Lebensqualität belohnt.

 

Wenn Sie die Diagnose Asthma gerade erst erhalten haben, sind Sie möglicherweise noch dabei, Ihre Lebensgewohnheiten in einigen Punkten zu ändern. Gut so! Bleiben Sie am Ball. Neue Gewohnheiten lassen sich leichter erlernen, wenn Sie sie in Ihre Alltagsroutine integrieren. Sie werden sehen: Inhalieren ist bald so selbstverständlich wie das Zähneputzen.

 

2. Vor der Inhalation die Ausatmung nicht vergessen

 

Damit Ihr Arzneimittel wirken kann, muss es bis tief hinunter in die Lunge gelangen. Damit das geschieht, sollten Sie vor, während und nach dem Inhalieren einige Hinweise für Ihre Atmung beachten.

Entleeren Sie vor der Inhalation  Ihre Lunge, um Platz für das zu inhalierende, also einzuatmende Medikament zu schaffen. Sie Atmen also vor der Inhalation zunächst langsam und vollständig aus – und das natürlich nicht in den Inhalator hinein.

 

3. Die Inhalationstechnik erlernen

 

Wie Sie Ihr Medikament inhalieren müssen, ist abhängig von der Art des Inhalators. Die drei wichtigsten Inhalationsgeräte für die Behandlung von Asthma sind der Pulverinhalator, das Dosieraerosol und der Vernebler. Genauere Angaben können Sie der Gebrauchsanweisung Ihres Inhalationsgeräts entnehmen. Befolgen Sie die ärztlichen Anweisungen, lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Inhalationsgerätes sorgfältig durch oder holen Sie sich im Zweifel Hilfe in Ihrer Apotheke.

 

 

So wird ein Pulverinhalator angewendet

Pulverinhalatoren geben den Wirkstoff in Form eines feinen Pulvers in die Lunge ab. Damit die Inhalation mit einem Pulverinhalator gelingt, ist es ratsam kräftig und tief durch das Mundstück einzuatmen, um die Wirkstoffpartikel mit dem Atemstrom in die Lunge zu ziehen. Je nach Hinweisen in der Anleitung schütteln Sie das Gerät vor der Inhalation. Drücken Sie dann den Auslösemechanismus – keine Angst, beim Pulverinhalator haben Sie alle Zeit mit der Inhalation zu beginnen –, umschließen Sie das Mundstück nach dem Ausatmen mit den Lippen und atmen Sie kräftig und tief ein, bis Ihre Lunge vollständig gefüllt ist.

 

So wird ein Dosieraerosol angewendet

Bei Dosieraerosolen wird der Wirkstoff mit einem Treibmittel gemischt, so dass das Medikament als feiner Sprühnebel austritt. Bei der Inhalation eines Dosieraerosols sind drei Dinge zu beachten: 1. Die meisten Dosieraerosole werden vor der Anwendung geschüttelt , damit Wirkstoff und Treibmittel sich gut vermischen. 2. Sie müssen gleichzeitig den Sprühstoß auslösen und einatmen. Das ist ganz wichtig, denn die Freisetzung einer Dosis dauert weniger als eine halbe Sekunde, und in diesem Zeitraum muss die Inhalation stattfinden. Zur Erleichterung dieser Koordination zwischen Auslösung des Sprühstoßes und dem Einatmen werden Dosieraerosole auch mit einer Inhalationshilfe (Spacer) verabreicht. 3. Atmen Sie beim Inhalieren langsam und gleichmäßig ein, bis die Lunge gefüllt ist.

 

Es stehen auch atemzuggesteuerte Dosieraerosole zur Verfügung, bei denen die Dosis beim Einatmen durch das Mundstück freigesetzt wird. Der Vorteil ist, dass keine Koordination zwischen Auslösen des Sprühstoßes und dem Einatmen erfolgen muss.

 

So wird ein Vernebler angewendet

Eine flüssige Arzneimittel-Lösung wird in den Vernebler eingefüllt. Durch Ultraschall bzw. Kompressordruckluft wird die Lösung fein zerstäubt und bei langsamer und tiefer Einatmung in die Lunge befördert.

 

4. Nach der Einatmung: Atem anhalten

 

Nach der Inhalation halten sie für einige Sekunden den Atem an, damit das Arzneimittel besser wirkt. Der Grund ist denkbar einfach: Wenn keine Luftbewegung in der Lunge stattfindet, kann der Wirkstoff sich in der Lunge absetzen und wird nicht wieder ausgeatmet. Den Rat, den Atem anzuhalten, sollten Sie also unbedingt befolgen. Ideal sind üblicherweise fünf bis zehn Sekunden. Genauere Angaben entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung Ihres Inhalationsgerätes.

 

5. Nach dem Inhalieren: Mund ausspülen

 

Eine gute Mundhygiene ist bei den meisten inhalativen Arzneimitteln sehr wichtig. Spülen Sie nach dem Inhalieren den Mund mit Wasser aus oder putzen Sie sich die Zähne. Auf diese Weise lassen sich Nebenwirkungen im Mundraum weitgehend vermeiden, die insbesondere bei hochdosierter Anwendung über einen längeren Zeitraum auftreten können. Bitte beachten Sie, dass Nebenwirkungen beim Inhalieren selten bis sehr selten vorkommen. Daher: Beenden Sie die Einnahme ihres Medikaments nicht aus Angst vor eventuellen Nebenwirkungen! Ihr Asthma könnte sich ansonsten verschlechtern, was Ihrer Gesundheit mehr schaden kann als mögliche Nebenwirkungen. Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, kontaktieren Sie bitte Ihre/n Arzt/Ärztin oder Apotheker/in.

 

6. Das Inhalationsgerät regelmäßig reinigen

 

Wenn Sie nun das Inhalationsgerät noch gemäß der Gebrauchsanleitung reinigen und dabei beachten, dass insbesondere Pulverinhalatoren mit Hilfe eines trockenen Tuches gereinigt werden, steht einer zuverlässigen und sicheren Inhalationstherapie nichts mehr im Weg.

 

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ORION arbeitet intensiv an der Erforschung und Entwicklung von Behandlungsoptionen für Asthma und COPD. Darüber hinaus werden auch Design und Anwenderfreundlichkeit der Easyhaler®-Inhalationsgeräte fortwährend weiterentwickelt. Zu jedem Zeitpunkt stehen Produktsicherheit und Qualität an erster Stelle.

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für ORION von größter Bedeutung. Sämtliche soziale, wirtschaftlich und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit werden bei der Planung des Produktlebenszyklus berücksichtigt. So umspannt der Nachhaltigkeitsgedanke den gesamten Prozess – von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung und Verwendung des Inhalators durch den Patienten bis zur Entsorgung des Gerätes.

Den Nachhaltigkeitsbericht 2020 von Orion können Sie hier herunterladen.

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